Home Suchmaschinenwerbung SEA-Wissen: Was sind Kontolimits bei Google Ads?

SEA-Wissen: Was sind Kontolimits bei Google Ads?

von Michael Feike

Wenn Du nicht alleine auf SEO setzen willst, um Deine Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu erhöhen, ist Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising = SEA) mit Google Ads eine feine Sache. Dabei bezahlst Du für Anzeigen, die in den Suchmaschinenergebnissen bei bestimmten Keywords an prominenter Stelle in den Google-Ergebnislisten für Dich geschaltet werden. Um Google Ads zu schalten, brauchst Du zunächst ein Google Ads Konto, über das Du Deine SEA-Werbekampagnen starten kannst. Dabei gelten für jedes Konto bestimmte Höchstgrenzen, wie zum Beispiel für die Höchstmenge an möglichen Kampagnen oder auszuschließender Keywords. Welche Google Ads Kontolimits es gibt und ob sie eine Bedeutung für Dich haben, erfährst Du in diesem Artikel.

Kontolimits für SEA-Kampagnen und Anzeigengruppen

Die Limits für ein Google Ads Konto umfassen ganze 10.000 Kampagnen, wobei hier aktive und pausierte Kampagnen zusammengefasst werden. Pro Kampagne kannst Du wiederum 20.000 Anzeigengruppen erstellen und 20.000 Elemente für die Anzeigengruppenausrichtung (Keywords, Placements und Zielgruppenlisten usw.) pro Anzeigengruppe. Das sollte für Dein Unternehmen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bis in ferne Zukunft reichen.

Limits für Keywords, die Du bei Google Ads ausschließen willst

Je nach Branche oder Produkt kann es sinnvoll für Dich sein, Keywords für die Google Ads Kampagnen auszuschließen, damit nicht die falschen Besucher auf Deiner Website landen oder damit Deine Website nicht mit bestimmten Begriffen in Verbindung gebracht wird. Insgesamt 20 freigegebene Listen mit auszuschließenden Keywords sind pro Konto bei den Google Ads Kontolimits drin, wobei wiederum jede Liste 5.000 Keywords enthalten kann. Zudem sind 10.000 auszuschließende Keywords pro Kampagne möglich und für Kampagnen im Displaynetzwerk oder im Bereich Video können zusätzlich bis zu 5.000 Keywords ausgeschlossen werden. Bleibt die Frage, ob Du jemals überhaupt so viele Keywords zusammenbekommst, selbst wenn Du diese Möglichkeit bei der Suchmaschinenwerbung regelmäßig nutzen solltest. Vermutlich nicht, also spiel dieses Limit keine Rolle für Dich.

Bedeutsamer können für Dich schon eher die Google Ads Kontolimits für Anzeigen sein. Denn hier sind nur 300 Bild-/Galerieanzeigen, 50 aktive Textanzeigen und 3 responsive Anzeigen pro Anzeigengruppe möglich. Sieht auf den ersten Blick recht wenig aus, gilt aber pro Anzeigengruppe. Und bei den bereits genannten 10.000 möglichen Kampagnen mit jeweils bis zu 20.000 Anzeigengruppen klingt es dann doch wieder nicht so wenig, also wiederum kein Grund zur Sorge. Das Limit bei den Anzeigen pro Konto liegt bei 4 Millionen Anzeigen für aktive und pausierte Konten, was ebenfalls kaum ein Werbetreibender so schnell erreichen dürfte.

Ausrichtungslimits für Google Ads Konten

Bei der Ausrichtunsglimits sind die Grenzen ebenfalls so hoch, dass Du wahrscheinlich niemals dranstoßen wirst. So gelten beispielsweise 5 Millionen Elemente für die Anzeigengruppenausrichtung pro Konto, 1 Million Elemente für die Kampagnenausrichtung pro Konto (wie Ziele für die geografische Ausrichtung oder auszuschließende Keywords für einzelne Kampagnen). Dabei kannst Du laut Google Ads Kontolimits 10.000 geografische Ziele pro Kampagne ein- oder auszuschließen, darunter können bis zu 500 Umgebungsziele sein. Neben Listen-, Kampagnen- und Anzeigengruppenausschlüssen gibt es auch auf Kontoeben zusätzlich noch mal 65.000 Placement-Ausschlüsse pro Konto, 11.000 gemeinsame Budgets pro Konto, 25.000 Ziele für dynamische Anzeigen pro Konto usw. Diese Zahlen lassen selbst große Konzerne schwindelig werden, sodass Du Dich gar nicht drum kümmern musst.

Grenzen für Geschäftsdaten und Feeds

Mit 5 Millionen Zeilen oder Feedelementen pro Konto für dynamische Anzeigen, Anzeigenanpassungen und Erweiterungen wirst Du vermutlich sehr, sehr lange hinkommen. Darüber hinaus sind auch noch 100 nutzergenerierte Feeds oder Geschäftsdatensätze pro Konto möglich. Dabei gilt, dass 3.000 Byte pro Attribut zulässig sind, was ungefähr 750 bis 3.000 Zeichen entspricht.

Pro Konto sind 250.000 Erweiterungen auf Anzeigengruppenebene, 50.000 Erweiterungen auf Kampagnenebene und 10.000 Erweiterungen auf Anzeigengruppenebene erlaubt, wobei die Erweiterungen miteinander verknüpft sind. Hast Du beispielsweise eine Kampagne mit einer Erweiterung, die drei Links enthält und verwendest Du diese Links für eine weitere Kampagne und zwei  weitere Anzeigengruppen aus einer dritten Kampagne, dann tauchen in Deinem Konto fünf Feedelemente, zwei Erweiterungen auf Kampagnenebene und zwei Erweiterungen auf Anzeigengruppenebene auf. Bis da die genannten Limits erreicht sind, musst Du schon sehr viele SEA-Anzeigen bei Google Ads schalten.

Googles Limits für Verwaltungskonten

Ein Verwaltungskonto kann laut den Richtlinien der Google Ads Kontolimits mit maximal 85.000 Konten, die keine Verwaltungskonten sind, verknüpft werden, wobei das für aktive, inaktive und gelöschte SEA-Konten gilt. Die Höchstgrenze der aktiven Konten, mit denen sich ein Verwaltungskonto verbinden lässt, hängt dabei von den monatlichen Gesamtausgaben für die Suchmaschinenwerbung der Konten innerhalb der den letzten zwölf Monate ab. Auch hier wird dieses Kontolimit wohl von niemandem je erreicht werden.

Fazit: Kontolimits stellen eigentlich keine Einschränkung dar

Auch wenn der Begriff Google Ads Kontolimits erst mal so klingt, als müsstest Du Dich in irgendeiner Weise einschränken, sagt der Blick auf die Zahlen etwas anderes. Die Höchstgrenzen der Google Ads Konten liegen in allen Bereichen so hoch, dass selbst große Unternehmen, die sehr aktiv in der Suchmaschinenwerbung sind, sie höchstwahrscheinlich nie erreichen werden. Demnach brauchst Du Dir bei Deinen SEA-Anzeigen keine Sorgen zu machen, bei den Google Ads Kontolimits jemals an irgendwelche Grenzen zu stoßen.

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