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Native Video Advertising – unaufdringlich zum Ziel

von Michael Feike
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Neue Onlinemarketingideen haben ein Problem: Sie kommen auf, werden zum Trend und dann oft so häufig eingesetzt, dass die Kunden davon überschwemmt werden. Wer erinnert sich beispielsweise nicht an die Zeiten, als man auf jeder Website von zahlreichen blinkenden und grellen Bannern erschlagen wurde? Ein ähnliches Problem ist heute schon bei Online-Werbevideos abzusehen. Überall wird man beim Surfen von solchen Videos ungefragt unterbrochen. Eine weniger penetrante Werbeform ist das sogenannte Native Video Advertising, bei dem die Videos gegen Bezahlung unterhalb von thematisch passenden redaktionellen Beiträgen angezeigt werden. Welche Vorteile diese Art der Video-Werbung bietet und worauf Du dabei achten solltest, erklären wir in diesem Artikel.

Werbevideoschwemme sorgt für Frust beim Nutzer

Marken haben dazugelernt. So sind Werbevideos heute meistens viel pfiffiger konzipiert als früher: Sie haben ein aufmerksamkeitsstarkes Intro, sind emotional ansprechend, erzählen berührende Stories, sind unterhaltsam oder bieten einen anderen echten Mehrwert. Trotzdem haben sie mit zunehmend fehlender Aufmerksamkeit zu kämpfen, da die Nutzer inzwischen auf allen Plattformen ständig Werbevideos angezeigt bekommen. Viele Nutzer empfinden sie deshalb als echte Plage und überspringen die Videos nach Möglichkeit sofort. Und selbst wenn Werbevideos nicht per Skip verlassen werden, werden die Inhalte und die Marke in dem Video kaum noch wahrgenommen.

Viele Internetnutzer sind zunehmend durch Pop-up-Videos genervt, die plötzlich aufpoppen, aber auch von Pre-Roll-Videoanzeigen auf YouTube. Die Folge ist, dass die Videos bestenfalls ignoriert werden, schlimmstenfalls hinterlassen sie sogar negative Assoziationen mit der Marke, die dem Nutzer ungefragt ihre Werbung vorspielt. Auf der anderen Seite sind Internetnutzer aber an Empfehlungen interessiert, die sie auf interessanten Content hinweisen. Um diesen Umstand auszunutzen, ist Native Video Advertising eine geeignete Strategie.

Native Advertising auch mit Videos möglich

Native Advertising in Form von Artikeln, die auf Publisher-Seiten unterhalb von redaktionellen Beiträgen eingebunden werden, werden schon lange von verschiedenen Marken genutzt, um ihre Bekanntheit zu erhöhen. Dabei wird der werbliche Content optisch und sprachlich an das veröffentlichende Medium angepasst, sodass Native Ads vom Nutzer – trotz verpflichtender Kennzeichnung als bezahlte Anzeige – in der Regel nicht als nervige Werbung wahrgenommen werden. So ist die Verweildauer bei Native Ads häufig viel höher als bei Werbebannern.

Diesen Vorteil kannst Du Dir auch mit Werbevideos zunutze machen, wenn sie unterhalb eines passenden redaktionellen Beitrags auf einer fremden Plattform eingebunden werden. So werden aus aufgedrängten Werbevideos freiwillig konsumierte Click-to-Watch-Videos. Wie bei textlichen Native Ads müssen die Videos fürs Native Advertising allerdings einen Mehrwert für den Kunden bieten. Dieser Mehrwert kann in der Unterhaltung, in der Beratung oder in der Information liegen. Passt das Video inhaltlich zu dem gerade gelesenen Artikel, sind viele Nutzer gerne bereit, das Video als zusätzliche Information aufzufassen, die sie gleich im Anschluss konsumieren möchten.

Darauf muss Du bei Native Video Ads achten

Anders als bei den kurzen vorgeschalteten Werbevideos für YouTube dürfen Videos für Native Adverising durchaus länger sein, empfehlenswert sind 60–90 Sekunden, um auch ausreichend Zeit für Mehrwert zu bieten. Kurze Werbespots oder ursprüngliche In-Feed-Videos sollten nicht fürs Native Video Advertising genutzt werden. Denn beim Native Video Advertising wird das Video vom Konsumenten selbst angeklickt und muss nicht darauf aufgelegt sein, in den ersten Sekunden zu fesseln um den Skip-Klick zu vermeiden.

Unser Tipp: In die Longform-Videos fürs Native Video Advertising können sogar Call-To-Actions eingebunden werden, die zu speziellen Landingpages weiterleiten.

Fazit: Freiwilligkeit wird mit Aufmerksamkeit belohnt

Ob als Pre-Roll-, In-Feed- oder Pop-up-Video – unaufgefordert eingeblendete Videos sind inzwischen zur echten Plage geworden und werden von den Konsumenten entweder ignoriert oder sogar mit negativen Assoziationen belegt. Eine unauffällige und weniger aufdringliche Methode der Videowerbung verspricht dagegen Native Video Advertising. Dabei werden Videos mit Mehrwert gegen Bezahlung unter thematisch passenden Artikeln auf unternehmensfremden Websites eingebunden. Durch die thematische Nähe und die Platzierung unter dem redaktionellen Artikel werden diese Native Video Ads freiwillig angeklickt und erlangen dadurch viel größere Aufmerksamkeit als aufgezwungene Videos.

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