Home Online-Marketing Sichere Bildquellen: Woher Fotos für Websites und Blogs nehmen?

Sichere Bildquellen: Woher Fotos für Websites und Blogs nehmen?

von Michael Feike
0 Kommentar

Es klingt zwar banal, aber es trifft trotzdem zu: Bilder sagen mehr als tausend Worte. Gerade im Internet sind gute Bilder besonders wichtig, um die Aufmerksamkeit der User zu erregen und sie zum Klicken, Kaufen, Lesen, Teilen usw. zu motivieren. Damit Bilder wirken, müssen sie allerdings qualitativ hochwertig sein, Emotionen transportieren und möglichst gut zum Inhalt passen. Aber wo bekommt man solche Bilder her? Nachfolgend stellen wir Dir einige Möglichkeiten vor und beantworten Dir zudem die wichtige Frage, ob Stock-Fotos schlecht fürs Google-Ranking sind.

1. Selbst geschossene Fotos

Am einfachsten und sichersten (auf Fallstricke kommen wir gleich noch!) sind auf jeden Fall selbst gemachte Bilder. Ob Produktbilder, Mitarbeiterportraits oder Unternehmensfotos – selbst erstellt, transportieren solche Fotos Dein Unternehmen am besten. Zudem hast Du für eigene Fotos auch sämtliche Bildrechte, sodass Du nicht so schnell mit dem Gesetz in Konflikt geraten kannst. Dabei bieten eigene Fotos zudem den Vorteil, dass sie genauso einzigartig erstellt bzw. inszeniert werden können, wie Du sie für Deine Website oder Dein Blog brauchst. Wichtig ist, eine gute Fotoausrüstung zu haben. Auf einem Blog mögen Smartphone-Fotos noch ausreichen, für Unternehmensfotos für Deine Website sollte die Qualität hingegen schon professionell sein.

Achtung Fallstrick:

Aufpassen solltest Du, wenn Menschen oder Sehenswürdigkeiten auf Deinen selbst geschossenen Fotos auftauchen. Denn dann kannst Du mit dem Persönlichkeitsrecht oder anderen Rechten in Konflikt geraten. Wenn Du beispielsweise ein Bild vom Eiffelturm bei Nacht veröffentlichen willst, brauchst Du eine Genehmigung des Unternehmens „SETE – illuminations Pierre Bideau“, das sich die Beleuchtung des Eiffelturms hat urheberrechtlich schützen lassen. Auch bei vielen anderen berühmten Bauwerken braucht man eine Genehmigung, selbst wenn man das Foto selbst gemacht hat.

2. Professionelle Auftragsfotografie

Du kannst nicht gut selbst fotografieren und hast auch keine Lust, Dich damit auseinanderzusetzen? Und eine professionelle Ausrüstung ist Dir sowieso zu teuer? Dann kannst Du auch einfach einen professionellen Fotografen mit den Fotos beauftragen und Dir die Nutzungsrechte für alle Einsatzbereiche sichern, für die Du die Fotos nutzen möchtest – sei es für die Website, für Flyer etc. Hier sind die Kosten zwar relativ hoch, aber die Fotos sind dafür auch sehr professionell und individuell – ob fröhliche Mitarbeiterfotos, gestochen scharfe Nahaufnahmen von Produktdetails oder Panoramaaufnahmen Deiner Firmenzentrale. Je nach Fotowünschen kann es sinnvoll sein, für verschiedene Fotos auch verschiedene Fotografe zu beauftragen. So gibt es beispielsweise Spezialisten für Food-Fotografie oder Architekturfotografie, die noch einmal einen speziell geschulten Blick und die notwendige Ausrüstung haben.

3. Kostenpflichtige Stock-Fotos

Stockfotografie bedeutet, dass Bilder sozusagen auf Vorrat („in stock“ = „auf Lager“) gemacht werden, um sie dann über Bildagenturen an Interessenten zu verkaufen. So gelten Stock-Fotos als gute Möglichkeit, die eigene Website oder den Blog mit professionellen Bildern auszustatten. Denn solche Fotos gibt es zu vielen Themen und mit unzähligen Motiven. Dabei muss immer darauf geachtet werden, wie die Bildquelle angegeben werden muss, ob ein Foto bearbeitet werden darf, ob es für kommerzielle Zwecke genutzt werden darf usw. Die Preise variieren je nach Plattform, oft sind günstige Pakete erhältlich.

Beispiele für kostenpflichtige Bilderdatenbanken:

Achtung Fallstrick:

Ein sehr großer Nachteil von Stock-Fotos ist, dass sie nicht authentisch und einzigartig sind. Es kann also sein, dass das gleiche Bild auch bei der Konkurrenz auftaucht. Hier solltest Du vorher genau recherchieren und nach möglichst außergewöhnlichen Bildern suchen.

4. Kostenlose Stock-Fotos

Neben kostenpflichtigen Bildagenturen gibt es auch einige Bildplattformen, auf denen kostenlos Bilder angeboten werden, sogenannte Free Stock Fotos. Dabei müssen auch hier die rechtlichen Vorgaben genau beachtet werden. Manche Fotos haben eingeschränkte Nutzungsrechte, andere können unbeschränkt genutzt werden.

Beispiele für Gratis-Bilderdatenbanken:

Achtung Fallstrick:

Nicht alle Fotos, die im Web als kostenlos angeboten werden, sind auch wirklich frei in der Nutzung. Manchmal tauchen in diesen Bilddatenbanken Bilder auf, für die der Fotograf später die Rechte beansprucht und die widerrechtlich hier hochgeladen wurden.

Schaden Stock-Fotos dem Google-Ranking?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob Stock-Fotos dem Ranking bei Google schaden können. Denn schließlich können Stock-Fotos auf verschiedenen Websites auftauchen.

Johannes Müller erklärte in einem aktuellen Webmaster-Hangout, dass Stock-Fotos keine Auswirkungen auf die Websuche haben. Müller betont, dass es hier nur auf den Text ankomme und dass Stock Fotos zur Verschönerung von Websites gut geeignet seien.

Wichtig zu wissen:

Wenn man in der Bildersuche gut ranken will, sind Stock-Fotos nicht zu empfehlen. Denn tatsächlich entscheidet sich Google pro Foto immer nur für eine Seite, die für dieses Foto in den Suchergebnissen auftaucht. Für die Bildersuche sind demnach einzigartige Aufnahmen den Stock-Fotos unbedingt vorzuziehen.

Fazit: Immer auf Rechte und Nutzungsbedingungen achten

Einfach Fotos aus dem Web zu kopieren und sie auf der eigenen Website oder im Blog zu verwenden, ist mit Sicherheit keine gute Idee. Denn wer keine Bild- oder Nutzungsrechte hat, riskiert eine Abmahnung und ist schnell hohe Summen los. Folgende Bildquellen sind stattdessen zu empfehlen:

  • Selbst geschossene Fotos
  • Professionelle Auftragsfotografie
  • Kostenpflichtige Stock-Fotos
  • Kostenlose Stock-Fotos

In allen Fällen ist darauf zu achten, dass keine Persönlichkeits-, Urheber- oder Bildrechte verletzt werden. Willst Du keine Eigenaufnahmen nehmen, musst Du Dich zudem mit den Nutzungsrechten und Nutzungsbedingungen genau auseinandersetzen, die je nach Anbieter und sogar je nach Foto völlig unterschiedlich sein können. Nur dann bist Du mit Deinen Bildern auf der sicheren Seite.

Gut zu wissen ist, dass Stock-Fotos bei Google zwar nicht als Duplikate Content gelten und dem Ranking bei der Websuche nicht schaden, aber für ein Ranking bei der Google-Bildersuche individuelle Fotos zu bevorzugen sind.

0 Kommentar

Weitere Artikel zum Thema

X