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Was ist Social SEO?

von Michael Feike
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Social SEO – wie Du Social Media und SEO verknüpfst

Den Begriff Social SEO gibt es schon lange, dennoch wird die Bedeutung von Social SEO bis heute von vielen Unternehmen nicht richtig verstanden. Viele Unternehmen denken, dass Social SEO bedeutet, dass Zeit in die Generierung von Social Signals (Shres, Likes usw.) gesteckt wird, da diese eine starke Auswirkung auf das Google Ranking ihrer Website haben sollen. Doch die Gleichung „viele Social Shares = besseres Ranking“ geht leider nicht auf. Zwar warten gut rankende Websites oft auch mit mehr Shares auf, aber einen kausalen Zusammenhang muss es trotzdem nicht geben, denn es gibt auch gut rankende Websites ohne relevante Social Signals. Social-Media-Engagement zu betreiben, um die eigene Website bei Google auf Platz 1 zu bekommen, funktioniert erfahrungsgemäß nicht. Doch was ist Social SEO dann? Unsere Sicht der Dinge erläutern wir Dir hier.

Was ist Social SEO?

Social SEO umfasst alle Maßnahmen im Bereich Social Media, die suchmaschinenwirksame Effekte erzielen – direkt oder indirekt. Die wichtigsten Social-SEO-Maßnahmen, die diesen Zweck erfüllen, werden nachfolgend entsprechend kurz vorgestellt:

1. Google-Ranking durch Blogbeiträge pushen

Auch wenn Du bei Social Media eher an Facebook, Instagram oder Twitter denkst, gehören auch Blogs dazu. Und ein Corporate Blog ist tatsächlich eine gute Möglichkeit, Dein Ranking bei Google zu verbessern. Dazu muss der Blog natürlich suchmaschinenoptimiert sein, indem er über schnelle Ladezeiten verfügt, gut intern verlinkt ist, passenden Content mit ausgewählten Keywords im Title, in der Meta Discribtion sowie in den Überschriften enthält usw. Ideal ist dabei zeitloser, ausführlicher und allgemeingültiger Evergreen Content, der über eine lange Zeit immer wieder Nutzer auf den Unternehmensblog lockt und auch lange nach der Veröffentlichung noch Backlinks generiert, die als wichtiger Rankingfaktor gelten.

2. Google-Ranking durch Social-Media-Content pushen

Wer öfter auf Google unterwegs ist, dem ist sicher schon aufgefallen, dass in den Suchergebnissen oft auch Social-Media-Inhalte gelistet sind, wie zum Beispiel YouTube-Videos oder Pinterest-Pinnwände. Wenn Du keinen eigenen Blog hast oder noch mehr für Dein Ranking tun willst, kannst Du also auch mit guten Inhalten in Deinen Social-Media-Kanälen Deine Sichtbarkeit bei Google erhöhen.

Zudem sollten auch Deine Social-Media-Kanäle selbst über die Google-Suchmaschine gut auffindbar sein. Wer Deinen Unternehmensnamen oder Deine Marke bei Google eingibt, sollte auf den ersten Plätzen nur Deine eigenen Links finden: zur Website, zum Blog, zu den verschiedenen Social-Media-Kanälen usw.

3. Ranking in Social-Media-Suchmaschinen verbessern

Ein weiterer Bereich von Social SEO ist das Ranking innerhalb der jeweiligen Social-Media-Kanäle. Dabei sind besonders diejenigen Kanäle von Interesse, die nicht nur durch Aktualität trumpfen, wie etwa Twitter, sondern wo die Nutzer oft gezielt nach etwas suchen, was sie interessiert, wie bei YouTube oder Pinterest. Denn SEO heißt nichts anderes als Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung. Und nicht nur Google wird als Suchmaschine genutzt, sondern auch die genannten Archiv-Kanäle. Also gehört die Optimierung Deiner Beiträge für YouTube, Pinterest & Co. unbedingt zu Social SEO dazu. Dabei kannst Du hier ähnliche Methoden nutzen, die Du auch bei Google einsetzen würdest: aussagekräftiger Titel, gute Description, Verwendung der richtigen Keywords, zu den Keywords passende Tags, ansprechendes Bild bzw. Video-Vorschaubild, optimiertes Transkript usw. In der Beschreibung sollten zudem natürlich auch Links zur Unternehmenswebsite nicht fehlen.

4. Markenstärkende Effekte ausnutzen

Auch wenn die Auswirkungen von Social auf das Google Ranking umstritten sind, lassen sich via Social Media auf jeden Fall indirekte markenstärkende Effekte erzielen. Denn je aktiver Dein Unternehmen in den Social Media agiert und je mehr Follower und Fans Deine Kanäle haben, desto bekannter wird Deine Marke. Und wenn immer mehr Nutzer nach Deiner Marke suchen, erkennt Google die Wichtigkeit Deiner Marke und das spiegelt sich dann auch im Google Ranking wider.

5. Indirekte Backlinks durch Social Media aufbauen

Links aus Social Media sind in der Regel sogenannte Nofollow-Links, die Google nicht direkt in den Algorithmus einbezieht. Doch über Deine Social-Media-Aktivitäten kannst Du durchaus klassische Backlinks generieren, die – wie bereits erwähnt – bei Google ein wichtiger Rankingfaktor sind. Wenn Deinen Fans und Followern Deine Inhalte gefallen und entsprechend weit verbreitet werden, werden vielleicht auch andere Website-Betreiber darauf aufmerksam und setzen gegebenenfalls Backlinks zu Deiner Website. Für Social SEO müssen Content Marketing und Social Media Marketing deshalb Hand in Hand gehen. Schlechten Content über Social Media zu verbreiten, nützt genauso wenig wie guten Content über Social-Media-Kanäle ohne ausreichend Follower.

Fazit: Social SEO ist mehr als das Sammeln von Shares und Likes

Social SEO lässt sich nicht auf die Formel herunterbrechen, in den Social Media Likes und Shares zu sammeln, um die eigene Website mittels Social Signals bei Google auf Platz 1 zu bringen. Denn Social Signals haben vermutlich einen geringeren Rankingeffekt, als weithin angenommen. Social-Media-Aktivitäten können sich aber trotzdem positiv auf das Suchmaschinenranking auswirken. Mit guten Inhalten im Corporate Blog oder anderen Social-Media-Kanälen kann sowohl die Marke gestärkt als auch die Reichweite erhöht werden und es können hochwertige Backlinks generiert werden. All diese Faktoren haben indirekt einen positiven Einfluss aufs Google-Ranking. Dass manche Social-Media-Kanäle, wie YouTube oder Pinterest, selbst für viele Nutzer auch als Suchmaschine fungieren, darf dabei auf keinen Fall vergessen werden. So bleibt wieder festzustellen, dass Online Marketing aus vielen kleinen Fäden besteht, die Du zu einem dichten Netz verweben musst, um Deine potenziellen Kunden einzufangen.

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