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Voice-Search: SEO-Tipps für die Sprachsuche

von Michael Feike
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Voice Search ist derzeit ein viel diskutiertes Thema im SEO-Bereich. Denn digitale Assistenten wie Amazon Echo mit Alexa, Google Home mit dem Google Assistant, Microsoft Cortana oder Siri von Apple nehmen eine immer größere Bedeutung bei den Suchanfragen im Internet ein. Die Voice Search oder Sprachsuche liegt damit im Trend und wird in den kommenden Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Wer im Onlinemarketing nicht hinterherhinken will, sollte sich deshalb schon heute damit beschäftigen, wie die eigene Website für die Voice Search fit gemacht werden kann. Klar ist: Nur das beste Suchergebnis gewinnt! Denn während bei der Textsuche eine Liste mit 10, 15 oder mehr Suchergebnissen auf einer Seite erscheint und zum Klicken animiert, wird bei der Sprachsuche genau ein Ergebnis vorgelesen, nämlich das beste Suchergebnis. Doch wie optimierst Du Deine Website am besten für die Voice Search?  Nachfolgend sind die vier besten SEO-Tipps für Sprachsuche zusammengestellt.

SEO-Tipp 1 für Voice Search: Featured Snipets optimieren

Featured Snipets werden die in den Suchergebnissen hervorgehobenen Textausschnitte genannt, die bei Google auf Position Null oben in der Ergebnisliste erscheinen, und zwar in einer sogenannten Antwortbox. Diese prominente Position ganz oben in der Liste ist schon für eine normale Textsuche ein vielversprechendes Ergebnis. Denn je weiter ein Ergebnis oben in der Liste steht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Suchende draufklickt. Bei der Voice Search nimmt die Bedeutung der Feature Snipets noch mal zu. Denn für die Sprachsuche werden natürlich am ehesten die Informationen ausgewertet, die Google schon hat, zum Beispiel eben die Featured Snipets, bei denen Google die Inhalte einer Website schon als relevantestes Suchergebnis für eine Suchanfrage ausgezeichnet hat.

Um als Featured Snipet von Google an die Position Null gesetzt zu werden, muss die Website direkte Antworten auf Fragen geben, was gerade bei einer Sprachsuche besonders wichtig ist. Denn wer eine Suchanfrage bei Google eintippt, der fasst sich oft kurz. Bei der Sprachsuche hingegen steht die Natürlichkeit der Sprache im Vordergrund, sodass Fragen auch als solche formuliert werden. Um die eigene Website so zu optimieren, dass sie möglichst in den Featured Snipets erscheint, reicht es aber nicht, gute Antworten auf Fragen zu geben. Die Daten der Website müssen auch strukturiert sein und bedürfen einer semantischen Auszeichnung, z. B. nach den Vorgaben von schema.org. Denn strukturierte Daten stellen dem Google-Bot weiterführende Informationen zur Verfügung, die es Google möglich machen, die Inhalte der Website besser einzuordnen und zielgenauer für bestimmte Suchanfragen anzuzeigen – zum Beispiel auch für eine Anfrage durch eine Sprachsuche.

SEO-Tipp 2 für Voice Search: Lokale SEO verbessern

Sprachsuche beziehen sich oft auf lokale Anfragen. Wo ist der nächste Supermarkt? Bis wann hat die Löwen-Apotheke geöffnet? Wie lautet die Adresse vom Ordnungsamt in Berlin? Um bei Sprachsuchanfragen dieser Art von Google ausgewählt zu werden, sollte die eigene Website für solch eine lokale Suche fit gemacht werden. Stehen auf der eigenen Website keine Öffnungszeiten, kann Google bei einer entsprechenden Sprachsuche auch nichts dazu sagen. Es ist also wichtig, solche wichtigen Infos auf der Website bereitzustellen. Auch die Pflege von Google MyBusiness oder von Branchenportalen gehört dazu. Wenn Deine Website für die lokale Suche bereits optimiert ist, zahlt sich das auf jeden Fall auch bei der Voice Search aus.

SEO-Tipp 3 für Voice Search: Ladegeschwindigkeit erhöhen

Wenn ein Nutzer Alexa fragt, wie man am besten einen Küchenbrand löscht, kann er nicht ewig auf eine Antwort warten. Doch auch wenn die Antwort nicht so brennt wie in diesem Beispiel: Schon bei der Textsuche sind Ladezeiten über 3–5 Sekunden suboptimal. Bei der Sprachsuche gilt das aber erst recht. Da Google bei der Sprachsuche nur ein Ergebnis vorliest, kann nur der Schnellste gewinnen. Eine gute Websitegeschwindigkeit ist für die Voice Search deshalb essentiell. Bilder komprimieren, zu einem schnelleren Server wechseln – es gibt viele Möglichkeiten, die Ladezeiten zu optimieren, und das wirkt sich auch auf die Chancen aus, bei der Voice Search das Rennen zu gewinnen.

SEO-Tipp 4 für Voice Search: Fragen der Zielgruppe beantworten

Suchanfragen heißen nicht umsonst so. In der Regel hat ein Nutzer eine Frage, die er mithilfe der Google-Suche beantwortet haben will: Wie bereite ich Berliner Schnitzel zu? Was kann man gegen Reizhusten machen? Wie optimiere ich meine Website für die Voice Search? Um bei der Sprachsuche zu punkten, sollten auf der Website im Text Fragen gestellt und dann direkt beantwortet werden. Dazu solltest Du Dir genau überlegen, welche Fragen Deiner Zielgruppe auf der Seele brennen. Weshalb sucht jemand Deine Website auf? Was wollen Deine Besucher genau wissen? Ist Deine Website bereits mit gutem, aktuellem Content gefüllt, der Deine Wunschbesucher interessiert, ist das bereits die halbe Miete. Um dem Google-Bot die Auswertung Deines Contents zu erleichtern, sollten Fragen und Antworten zusätzlich ausgezeichnet werden. So kannst Du mit etwas Glück die Sprachsuche noch gezielter für Deine Zwecke nutzen.

Fazit: Nach wie vor ein Glücksspiel

Die Sprachsuche gewinnt immer mehr an Bedeutung. Um die eigene Website für die Voice Search fit zu machen, gibt es verschiedene Stellschrauben:

  1. Featured Snipets optimieren
  2. Lokale SEO verbessern
  3. Ladegeschwindigkeit erhöhen
  4. Fragen der Zielgruppe beantworten

Wer in Sachen SEO bereits viel in seine Website investiert hat, wird auch ohne viel Aufwand bei der Sprachsuche vorne mitspielen können. Eine Garantie gibt es allerdings nie, tatsächlich als Ergebnis der Sprachsuche auserwählt zu werden. Da im Gegensatz zur Textsuche bei der Voice Search immer nur ein einziges Ergebnis als Antwort präsentiert wird, ist es besonders schwer, hier den Pokal zu holen.

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