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Content Seeding für mehr Reichweite

von Michael Feike
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Die Nutzung von Social Media wächst beständig. Dabei werden die dort publizierten Inhalte nicht nur gelesen oder angeschaut. Sondern durch die soziale Komponente werden interessante Beiträge, wie Videos oder Artikel, auch immer wieder gelikt, geteilt und verlinkt. Um diese Effekte strategisch zu nutzen, gibt es das sogenannte Content Seeding. Was das genau ist und wie es funktioniert, haben wir Dir hier zusammengefasst.

Was ist Content Seeding?

Unter Content Seeding (Säen von Inhalten; vom englischen to seed = säen) wird eine Maßnahme im Content Marketing verstanden, bei der Inhalte strategisch in den Social Media platziert werden, um mehr Traffic, Likes, Shares, Views und Verlinkungen zu erreichen.

Dazu werden gezielt thematisch passende und zielgruppenrelevante Multiplikatoren wie bekannte Blogger, Online-Magazine, Journalisten, Institutionen oder Influencer in den sozialen Medien angesprochen, um sie zur Weiterverbreitung der eigenen Inhalte zu motivieren. Beißen die Multiplikatoren an und veröffentlichen Deinen Content, werden die Inhalte durch ihre Follower im besten Fall noch weiter verbreitet.

Dabei sind diese Interaktionen sowas wie Mundpropaganda – nur im Netz: Ich erzähle meinen Freunden, was mir gefällt, mache sie auf Interessantes aufmerksam, empfehle ihnen etwas usw. Guter Content kann sich über Social Media sehr schnell verbreiten und besonders große Reichweiten erzielen. Beim sogenannten Content Seeding wird das systematisch ausgenutzt, indem versucht wird, die Social-Media-Nutzer gezielt als Multiplikatoren einzusetzen und im besten Fall eine virale Verbreitung der eigenen Beiträge zu erzielen.

Worauf es beim Content fürs Seeding ankommt

Content Seeding ist ein Teilbereich des Content Marketings, sodass viele Regeln des Content Marketings auch fürs Seeding gelten. Dabei solltest Du bei der Produktion der Inhalte fürs Content Seeding aber auf folgende Punkte besonders achten:

  • Die Inhalte sollten originell, frisch und interessant für die Zielgruppe sein und möglichst attraktiv und professionell aufbereitet werden, z. B. in Form von Videos.
  • Um einen Weiterverbreitungsimpuls auszulösen, müssen die Inhalte starke Gefühle auslösen. Dabei können sie positiv überraschen, besonders unterhaltsam sein, einen praktischen Nutzen haben oder die Menschen aufregen.
  • Der Content muss so gestaltet werden, dass die angesprochenen Influencer ihn aus eigener Motivation verbreiten wollen, weil sie den Content als interessant für ihre Follower bzw. Leser einstufen.
  • Um die Nutzer zum Weiterempfehlen der Inhalte zu motivieren, sollten Weiterleitungslinks, Handlungsaufforderungen oder Social-Media-Buttons eingebunden werden.
  • Unternehmen, Produkt, Thema, Content-Format, Multiplikator und Zielgruppe müssen exakt zusammenpassen – ob es um den Stil oder die Themen geht.
  • Der Mehrwert des angebotenen Contents sollte schon im Titel erkennbar sein, damit sowohl Multiplikator als auch Zielgruppe gleich die Vorteile erkennen, die der Content bietet.
  • Content Seeding ist eher als PR-Maßnahme denn als Werbemaßnahme zu sehen. Denn rein werbliche Inhalte werden von Bloggern und anderen Influencern nicht gerne geteilt.
  • Sowohl was den Inhalt als auch die Technik betrifft, sollten der Content problemlos teilbar sein.

Wie eine Content-Seeding-Kampagne funktioniert

Schritt 1: Planung
Zunächst werden die Kennzahlen für die Kampagne festgelegt, wie die Anzahl der Views, Likes oder Leads. Auch das Budget sollte jetzt schon festgelegt werden.

Schritt 2: Recherche
Um die anvisierte Zielgruppe genau zu erreichen, sollten jetzt Influencer recherchiert werden, die genau zum eigenen Angebot und zur eigenen Zielgruppe passen. Hier ist es besonders wichtig zu überlegen, welchen Nutzen die Fans der Influencer von Deinem Content haben. Dabei sind nicht nur bekannte Influencer auf YouTube oder Instagram interessant, sondern auch Fachblogs oder Online-Magazine.

Schritt 3: Kontaktanbahnung
Hast Du geeignete Influencer im Visier, kannst Du sie per Telefon,  E-Mail oder Social Media kontaktieren. Achte darauf, den Stil des Gegenübers zu treffen und den Nutzen Deines Contents für die Kunden bzw. Fans des kontaktierten Influencers zu betonen.

Schritt 4: Verbreitung
Der Content sollte hochwertig und mit eindeutigem Mehrwert produziert werden – egal ob es sich um Artikel oder Videos handelt. Dabei ist es am besten, die Inhalte über möglichst viele Kanäle zu verbreiten und möglichst mit Social Media Buttons, Weiterleitungslinks oder Call-to-Actions zu versehen.

Schritt 5: Erfolgskontrolle
Nach einiger Zeit werden die am Anfang festgelegten Kennzahlen überprüft. Die Ergebnisse können dann in die nächste Content-Seeding-Kampagne mit einfließen.

Vorteile von Content Seeding

Fürs Content Seeding ist etwas mehr Initiative gefragt als fürs normale Content Marketing über den firmeneigenen Blog oder Social-Media-Kanäle. Allerdings können durch gut aufgesetzte Kampagnen, bei denen alle wichtigen Punkte berücksichtigt wurden, viele Vorteile erreicht werden:

Mehr Traffic und Leads: Durch Content Seeding kann der Traffic gesteigert und es können wertvolle Leads generiert werden.

Steigerung des Markenimage: Durch die virale Verbreitung von einzigartigem Content mit Mehrwert kann das Markenimage Deines Unternehmens gesteigert werden.

Verbesserte Suchmaschinenoptimierung: Durch die Verlinkung auf fremden Websites werden wertvolle Backlinks generiert, die aus SEO-Sicht das Ranking in den Suchmaschinen erhöhen können.

Fazit: Content Seeding verbessert nicht nur das Markenimage

Onlinemarketing ist ohne Content Marketing heute kaum noch denkbar. Dabei ist Content Seeding eine spezielle Form des Content Marketings, bei der Inhalte gezielt Multiplikatoren angeboten werden, die den Content verbreiten und ihre Follower ebenfalls dazu verleiten sollen, die Inhalte weiter im Netz zu säen.

Wie beim herkömmlichen Content Marketing sollten die Inhalte emotional sein und einen Mehrwert bieten, um einen Weiterverbreitungsimpuls auszulösen. Dabei geht es bei den Inhalten fürs Content Seeding aber darum, sowohl interessant für die Multiplikatoren als auch die Zielgruppe zu sein. Zudem sollten Thema, Format und Medium beim Content Seeding eine Einheit bilden, denn nur so wirkt der Content authentisch, sorgt für mehr Traffic und Leads, verbessert das Image Deines Unternehmens und schenkt Dir darüber hinaus auch noch wertvolle Backlinks von themenrelevanten Seiten, die Dein Ranking positiv beeinflussen können.

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