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Lohnen sich Google Smart-Shopping-Kampagnen für Deinen Onlineshop?

von Michael Feike
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Du möchtest mit Deinem Onlineshop neue Wege ausprobieren, um der Konkurrenz bei den Umsätzen davonzulaufen? Dann solltest Du Dir die Smart-Shopping-Kampagnen von Google mal ansehen. Was das genau ist und ob sich solche Kampagnen auch für Deinen Shop lohnen, findest Du mit diesem Artikel heraus.

Was sind Smart-Shopping-Kampagnen?

In kurzen Worten zusammengefasst, werden bei Smart-Shopping-Kampagnen herkömmliche Shopping-Kampagnen mit Banner-Remarketing im Display-Netzwerk von Google kombiniert. Smart werden diese Shopping-Kampagnen genannt, weil Google sie gesteuert von maschinellem Lernen ausspielt. Das heißt, dass der Google Algorithmus im Laufe der Kampagne durch Erfahrung dazulernt. Die Erfahrung schöpft der Algorithmus aus den Nutzersignalen, wie zum Beispiel die Interaktion eines Nutzers mit der Werbeanzeige und den damit verknüpften Remarketing-Bannern. So werden die Anzeigen immer gezielter ausgespielt und sollen effektivere Ergebnisse liefern.

Wie sehen Google Smart-Shopping-Anzeigen aus?

Rein optisch ist der Unterschied zwischen Standard-Shopping-Ads und Smart-Shopping-Ads nicht zu sehen. Also kann kein Nutzer sehen, ob es sich um eine normale oder um eine smart gesteuerte Werbeanzeige handelt. Wie herkömmliche Anzeigen können auch die Smart-Shopping-Ads sowohl in den Google-Suchergebnissen auftauchen als auch auf anderen Websites im Google Display-Netzwerk usw.

Was ist der Vorteil von Smart-Shopping-Kampagnen?

Wie bereits erwähnt, werden beim Smart Shopping Shopping-Kampagnen mit Banner-Remarketing-Kampagnen durch intelligente Verknüpfung miteinander verbunden.

In unserem fiktiven Beispiel sucht eine Nutzerin ein bestimmtes Produkt, wie das Parfüm Chanel Nr. 5. In den Shopping-Ergebnissen von Google entdeckt sie das Parfüm und klickt auf die entsprechende Shopping-Anzeige von parfümerie-xy-berlin.de. Sie wird auf die entsprechende Website weitergeleitet, sieht sich das Parfüm an, kauft es aber nicht, sondern vertagt die Entscheidung und surft anderweitig weiter im Internet. An anderer Stelle wird der Nutzerin nun ein Banner aus der Google Smart-Shopping-Kampagne von parfümerie-xy-berlin.de angezeigt. Dabei kann es sich um eine Unternehmensanzeige oder eine Produktanzeige handeln. Dadurch an ihren Wunsch erinnert, klickt die Nutzerin auf die Anzeige und kauft das gewünschte Parfüm schließlich doch in dem beworbenen Onlineshop.

Anders als bei Standard-Schopping-Kampagnen, die man auch selbst mit einer Banner-Remarketing-Kampagne verknüpft, sind die beiden Werbeformen – Shopping-Anzeige und Banner-Remarketing – bei den Smart-Shopping-Kampagnen völlig automatisch verknüpft und es müssen nicht zwei Kampagnen separat angelegt werden. Zudem werden bei den Smart-Shopping-Kampagnen viel mehr Nutzersignale ausgewertet, die dann dafür sorgen, dass die Ads und die Banner in einem möglichst passenden Umfeld angezeigt werden.

Der bittere Beigeschmack ist, dass Du die Placements, wo die Banner ausgespielt wurden, die Suchanfragen, mit denen ein Klick generiert wurde, und die Assets, also die Banner-Kombinationen, nicht ansehen und auswerten kannst. Hier musst Du Dich also blind auf Google verlassen.

Voraussetzungen für Google Smart-Shopping-Kampagnen

Um eine Google Smart-Shopping-Kampagne zu starten, brauchst Du nicht nur einen Onlineshop mit eingebautem Google Website Tag, sondern auch ein Google-Ads-Konto mit Conversion Tracking und Übergabe von Umsatzwerten und einen damit verknüpften Google Merchant Center Account. Im Merchant Center musst Du zudem einen Google Shopping Feed und ein Logo in der Größe 1:1 (Mindestgröße: 128 x 128 Pixel) hochladen.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass Du bereits eine normale Google Shopping-Kampagne gestartet haben musst, mit der in den letzten 45 Tagen mindestens 20 Conversions generiert wurden, und eine Remarketing-Liste mit 100 oder mehr aktiven Nutzern.

Entsprechend eignen sich Google Smart-Shopping-Kampagnen nur dann, wenn Du bereits Erfahrungen mit normalem Google-Shopping gesammelt hast.

Schritt für Schritt zur ersten Google Smart-Shopping-Kampagne

Wenn Du alle Voraussetzungen erfüllst, kannst Du mit der Erstellung Deiner ersten Smart-Shopping-Kampagne starten:

  1. Als Erstes wechselst Du in Deinem Google Ads-Konto auf die Kampagnenebene und klickst auf das blaue Pluszeichen zur Kampagnenerstellung.
  2. Als Nächstes wählst Du ein Kampagnenziel, die Kampagnenart „Shopping“, das Merchant-Center-Konto mit Deinem Shopping-Feed und das Land fürs Ausspielen der Anzeigen aus.
  3. Dann wählst Du unbedingt jetzt „Smart Shopping“ als Kampagnenuntertyp aus, da man die Kampagnentyp später nicht mehr ändern kann.
  4. Benenne Deine Kampagne so, dass Du sie später leicht identifizieren bzw. wiederfinden kannst.
  5. Wähle ein Tagesbudget, wobei Du Dich an deinen früheren Kampagnen orientieren kannst. Die Gebotsstrategie „Conversion-Wert maximieren“ steht bei Smart-Shopping-Kampagnen allerdings schon fest.
  6. Verzichte bei Kampagnen-Start zunächst darauf, Ziel-ROAS einzugeben.
  7. Beobachte Deine Kampagne mindestens 5 Wochen, damit der Google-Algorithmus genug Zeit hat, mit Deiner Kampagne „Erfahrungen zu sammeln“.
  8. Nach 5 Wochen kannst Du die Smart-Kampagne überprüfen und mit Deinen Standard-Kampagnen vergleichen, etwa bezüglich Impressions, Conversions, Umsatz usw.
  9. Optimiere die Smart-Shopping-Kampagne, indem Du zum Beispiel das Budget anpasst oder die Kampagne in mehrere kleine Kampagnen aufteilst.
  10. Nach ca. 2 Monaten kannst Du dann Deinen durchschnittlichen ROAS als Ziel einsetzen und ihn dann langsam erhöhen.

Fazit: Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!

Smart-Shopping-Kampagnen sind eine interessante Möglichkeit, maschinelles Lernen für die eignen Zwecke zu nutzen. Denn bei dieser Art von Kampagnen werden Shopping-Kampagnen mit Banner-Remarketing im Display-Netzwerk von Google intelligent verknüpft.

Wenn Du schon einige  Erfahrung mit Standard-Shopping-Kampagnen gesammelt hast und entsprechend die Voraussetzungen für Smart-Shopping-Anzeigen erfüllst, solltest Du dieses neue System unbedingt einmal ausprobieren. Dabei bleiben Placements, Suchanfragen und Assets jedoch im Dunkeln, was man einfach aushalten muss, wenn man sich für Smart-Shopping-Kampagnen entscheidet. Auch etwas Geduld ist gefragt, erst dann kannst Du erkennen, ob sich das smarte Shopping für Dich auszahlt.

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