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Was bietet Amazon Advertising für den E-Commerce?

von Michael Feike
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Amazon gilt als Marktführer für den Onlinehandel, um den man im E-Commerce kaum noch drum herum kommt. Doch auch was die Online-Werbung angeht, zieht Amazon Advertising mit seinen verschiedenen Werbemöglichkeiten in letzter Zeit mächtig an. Doch was ist Amazon-Werbung genau? Welche Werbeformen gibt es da? Und kann ich nur Amazon-Werbung schalten, wenn ich da auch meine Produkte verkaufe? In diesem Artikel beantworten wir all diese Fragen und geben dir darüber hinaus einige Tipps, was Du bei Deinen Amazon-Advertising-Kampagnen beachten solltest.

Was ist Amazon Advertising?

Mit dem Begriff Amazon Advertising sind größtenteils kostenpflichtige Werbemaßnahmen gemeint, die über den Onlinehändler Amazon gebucht werden – von Sponsored Products bis zu Display-Anzeigen. Laut Amazon-Advertising-Website bietet Amazon den Werbetreibenden dadurch viele entscheidende Vorteile: Da Amazon bereits eine enge Beziehung zu den Kunden hat, können Werbetreibende sehr gut in Kontakt mit ihrer Zielgruppe treten. Für noch mehr Online-Erfolg bietet Amazon den Werbetreibenden außerdem viele aussagekräftige Statistiken an, mit denen sie ihre Werbung immer gezielt schalten können. Dabei werden die werbetreibenden Unternehmen mit Berichten unterstützt, ihre Ergebnisse immer weiter zu verbessern. Gute Gründe, sich die Werbeformen von Amazon Advertising einmal genauer anzusehen.

Welche Werbeformen gibt es bei Amazon Advertising?

Insgesamt gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, bei Amazon Werbung zu machen: Am bekanntesten sind Sponsored Posts, Sponsored Brands und Stores, aber es gibt als zusätzliche Amazon-Werbelösungen auch Display Anzeigen, Video Anzeigen, Personalisierte Anzeigen und das programmgesteuerte Amazon DSP. Nachfolgend werden die verschiedenen Werbeformen von Amazon Advertising kurz vorgestellt.

Amazon Sponsored Products

Bei Sponsored Products können einzelne Produkte, die Du bei Amazon verkaufst,  für Werbeanzeigen ausgewählt werden. Diese werden dann in den Suchergebnissen und auf den Produktdetailseiten bei vorher festgelegten Keywords angezeigt. So erhöht sich deutlich die Sichtbarkeit dieser Produkte und die Verkaufszahlen können steigen. Sponsored Products werden nach Klick bezahlt. Wie bei Google Ads wird dafür vorher ein Budget festgelegt.

Amazon Sponsored Brands

Sponsored Brands eignen sich dazu, die Markenbekanntheit zu steigern. Dabei werden Anzeigen geschaltet und in den Suchergebnissen angezeigt, die das Firmenlogoeine individuelle Überschrift und bis zu drei Produkte enthalten. Um Sponsored Brands zu schalten, muss das Unternehmen im Amazon Markenregister eingetragen oder Händler bzw. Verkaufsagentur sein. Hier wird die Sichtbarkeit der Marke erhöht und es ist eine individuelle Kundenansprache möglich. Sponsored Brands werden ebenfalls nach Klick vergütet, wobei das Budget genauso vorher festgelegt wird.

Amazon Stores

Mit den Amazon Stores können Markeninhaber, die eine von Amazon anerkannte eingetragene und aktive Marke haben, einen kostenlosen mehrseitigen Store eröffnen. Hier können die Markenprodukte ganz individuell in Szene gesetzt werden. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich, denn es stehen Drag-and-Drop-Kacheln und vorkonfigurierte Vorlagen zur Verfügung. Dabei bekommt der Store sogar eine eigene Amazon-Adresse, mit der außerhalb von Amazon geworben werden kann. Das zur Verfügung gestellte Tool „Stores insights“ hilft dabei, die Webekampagnen zu optimieren, indem es einen Überblick über die Verkäufe im Store und die Traffic-Quellen gibt.

Display Anzeigen

Über Amazon gibt es auch die Möglichkeit, bezahlte Display-Anzeigen in verschiedenen Formaten schalten zu lassen. Dabei werden die Display Ads auf Amazon-Websites und -Apps und auch auf anderen Websites und Apps ausgespielt, die nicht zur Amazonwelt gehören. Interessant ist die Möglichkeit, Display Ads zu schalten, selbst wenn das Unternehmen seine Produkte nicht bei Amazon verkauft. Dann werden die Kunden einfach zu einer anderen externen Zielseite weitergeleitet.

Video Anzeigen

Ähnlich wie Display Ads funktionieren auch die Video Ads. Die Videos werden dann auf Amazon-Websites, auf Geräten wie Fire TV und im Internet ausgespielt, die von Amazon als markensichere Umgebung angepriesen werden. Amazon Video Anzeigen können ebenso auch von Unternehmen gekauft werden, die ihre Produkte nicht bei Amazon verkaufen. Dabei variieren die Preise für Amazon Video Anzeigen abhängig vom Format und von der Platzierung der Videos.

Personalisierte Anzeigen

Um personalisierte Anzeigen bei Amazon zu schalten, muss mit einem Werbeberater zusammengearbeitet werden. Dabei werden individuelle Werbeprogramme von Amazon Retail Initiativen bis hin zu großflächigen Out-of-Home-Programmen entwickelt, die an den Unternehmenszielen ausgerichtet sind. Benutzerdefinierte Anzeigen können auch von Unternehmen gekauft werden, wenn sie keine Produkte bei Amazon verkaufen.

Amazon DSP

Unter dem Namen Amazon DSP bietet das Onlineunternehmen eine bedarfsgesteuerte Plattform für Werbetreibende an, um ihre Display- und Video-Anzeigen programmgesteuert und im großen Stil zu kaufen. Die Anzeigen werden dann über Amazon-eigene Websites bzw. Apps oder die Websites führender Medienunternehmen ausgespielt. Dabei werden laut Amazon auch die Drittanbieter-Lösungen genau geprüft, um Markensicherheit zu gewährleisten. Je nach Wunsch und Budget stehen den Unternehmen Self-Service- und Managed-Service-Optionen zur Verfügung.

6 Tipps für erfolgreiche Amazon-Werbung

Beim Amazon Advertising sind vor allem Sponsored Posts, Sponsored Brands und Display Anzeigen besonders beliebt. Die Kampagnen sind schnell erstellt und können ganz einfach eigenständig verwaltet werden. Nachfolgend haben wir Dir ein paar Tipps zusammengestellt, die Du dabei beachten solltest:

1. Trenne zwischen den Zielen Awareness und Abverkauf

Amazon-Kampagnen sollten nach den Zielen Awareness und Abverkauf getrennt werden. Dabei eignen sich Sponsored Products vor allem für eine Steigerung im Abverkauf, weil die Kunden in der Customer Journey schon weiter vorangeschritten sind. Display Anzeigen wecken hingegen eher Neugier und sind deshalb besonders für die Steigerung der Markenbekanntheit zu empfehlen.

2. Setze automatische Kampagnen mit Augenmaß ein

Automatische Kampagnen sind bei Amazon dafür da, neue spannende Keywords zu finden. Solche Kampagnen sind schnell aufgesetzt, stecken bei Amazon aber noch in den Kinderschuhen. Deshalb sollten sie nur unter Beobachtung eingesetzt werden, um die Erfolge der einzelnen Keywords zu überprüfen. Funktionierende Keywords kannst Du dann in Deine manuellen Kampagnen übertragen.

3. Bewerbe relevante Produkte langfristig

Alle relevanten Produkte aus Deinem Sortiment sollten langfristig auf Amazon beworben werden. Denn nur so kannst Du Trends erkennen und Deine Kampagnen nachjustieren, indem Du weitere Produkte bewirbst oder den Kostenrahmen an die Ergebnisse anpasst.

4. Nutze Brand-Keywords

Bei Amazon lassen sich Kunden von verschiedenen Dingen beeinflussen, sei es der Preis oder die Bewertungen. Marken spielen hierbei eine weniger wichtige Rolle. Trotzdem solltest Du Deine Brand-Keywords nicht der Konkurrenz überlassen. Wie bei Google Ads sind Brand-Keywords bei Display Anzeigen meistens relativ günstig.

5. Behalte Deine Kampagnen ständig im Blick

Kampagnen bei Amazon brauchen ausreichend Zeit, damit sich die Conversion Rates und Reviews entwickeln können. Einfach die Kampagnen zu erstellen und dann vor sich hin laufen zu lassen, ist dabei aber keine gute Strategie. Stattdessen sollten die Kampagnendaten, wie die Costs-per-Click, ständig überprüft und die Gebote angepasst werden.

6. Werte Brand- und Nonbrand-Keywords getrennt aus

Zur Berechnung des sogenannten Relevancy Scores von Amazon werden Anzeigenqualität, Reviews, Ratings, Click-Through-Rate, Conversion Rate, Ratings usw. herangezogen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Advertising Cost of Sales (ACoS), bei dem Deine Werbekosten Deinen Umsätzen gegenübergestellt werden. Dabei solltest Du bedenken, dass der ACoS von Brand-Keywords meistens besser ist als von Nonbrand-Keywords. Deshalb sollten diese Zahlen auch getrennt voneinander betrachtet und ausgewertet werden.

Fazit: Amazon Advertising einfach mal ausprobieren

Amazon ist neben Google und Facebook eines der wichtigsten und mächtigsten Onlineunternehmen weltweit. Dabei hat Amazon auch im Bereich Online-Werbung inzwischen nachgezogen und bietet verschiedene Werbemöglichkeiten an. Neben Sponsored Products, Sponsored Brands und Amazon Stores, bei denen die Werbung auf der Amazon Website und auf Amazon Apps ausgespielt wird, gibt es auch noch weitere Werbeformen beim Amazon Advertising, wie Display Ads oder Video Anzeigen, die zusätzlich auf Websites von Drittanbietern ausgespielt werden und die auch von Unternehmen gekauft werden können, die ihre Produkte gar nicht bei Amazon verkaufen.

Beachtest Du dann noch einige wichtige Tipps, wie zum Beispiel bei den Kampagnen zwischen den Zielen Awareness und Abverkauf zu trennen, sie stetig zu überwachen und anzupassen, Brand-Keywords zu benutzen und diese von Nonbrand-Keywords getrennt auszuwerten, ist Amazon Advertising eine interessante Alternative zu Google Ads und Facebook Ads, die Du unbedingt mal ausprobieren solltest.

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